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Seelsorgetelefonnummer 06033 92 20 428

Die Seelsorgetelefonnummer ist der direkte Draht zu Pfarrer Neuse. Sollten Sie einen Notfall haben und brauchen den Beistand von Pfarrer Neuse, scheuen Sie sich nicht die Seelsorgenummer anzurufen. Sie erreichen ihn entweder persönlich, oder haben die Möglichkeit eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter zu hinterlassen. Er ruft Sie dann zurück.

Gottesdienste für die nächsten 3 Monate

Für Fauerbach und Münster finden Sie die Gottesdienste für die nächsten 3 Monate auf der rechten Seite unter "Gottesdienste". 

Für Maibach sind ein oder zwei Openair-Gottesdienste geplant, welche auf dem Kirchengelände stattfinden sollen. Am 23.08.2020 um 17.00 Uhr findet deshalb ein Gottesdienst im  Aussenbereich der Kirche statt.

Für Bodenrod findet ein Gottesdienst am 15.08.2020 um 17.00 Uhr in der Kirche statt.

Bei allen Gottesdiensten gelten die vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen. Die Besucher haben die Möglichkeit, sich die Hände am Eingang zu desinfizieren. Sie werden gebeten, Mundschutz in der Kirche zu tragen. Aufgenommen werden müssen Namen und Telefonnummer, die vertraulich behandelt und nach drei Wochen gelöscht werden.

In den Kirchen sind Sitzplätze im angemessenem Abstand markiert. Da die Sitzplätze begrenzt sind, kann man sich für einen Platz telefonisch unter 06033/9220428 anmelden. Auch ohne diese telefonische Anmeldung sind alle eingeladen, die Gottesdienste zu besuchen, solange noch ausgwiesene Sitzplätze frei sind.

Leider darf in den Gottesdiensten noch nicht gesungen werden, daher benötigen Sie keine Gesangbücher.

 

  

 

 

Gottesdienst für den Neunten Sonntag nach Trinitatis den 09.08.2020

Das, was in der tiefsten Corona-Zeit angefangen hat, das wollen wir in diesem Jahr auch weiterhin fortführen. Sie können die Gottesdienste aus unserem Kirchspiel auch zuhause mitfeiern.

Und so feiern wir diesen Gottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Lied 199 Gott hat das erste Wort

Das Eingangswort finden wir heute in Psalm 63,2-9
Gott, du bist mein Gott, den ich suche.
Es dürstet meine Seele nach dir,
mein Leib verlangt nach dir aus trockenem, dürrem Land, wo kein Wasser ist.
So schaue ich aus nach dir in deinem Heiligtum,
wollte gerne sehen deine Macht und Herrlichkeit.
Denn deine Güte ist besser als Leben; meine Lippen preisen dich.
So will ich dich loben mein Leben lang und meine Hände in deinem Namen aufheben.
Das ist meines Herzens Freude und Wonne, wenn ich dich mit fröhlichem Munde loben kann;
wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an dich, wenn ich wach liege, sinne ich über dich nach. Denn du bist mein Helfer, und unter dem Schatten deiner Flügel frohlocke ich.
Meine Seele hängt an dir; deine rechte Hand hält mich.
Kommt, lasst uns diesen Gott anbeten!

So wollen wir beten:
Guter Gott, manchmal, da wissen wir nicht mehr, wo uns der Kopf steht. Manchmal wissen wir nicht mehr ein und aus. Manchmal sind wir wie leergefegt. Mache Du uns ruhig. Zeige Du uns Wege, die wir gehen können. Fülle Du uns mit deinem Geist und Deiner Liebe. Tue das auch heute in unserem Gottesdienst. Darum bitten wir Dich im Namen unseres Herren und Heilandes Jesus Christus. AMEN

Schriftlesung
Das Wort der Schriftlesung ist aus dem Philipperbreif, es ist der Beginn des dritten Kapitels:
Weiter, meine Brüder und Schwestern: Freut euch in dem Herrn! Dass ich euch immer dasselbe schreibe, verdrießt mich nicht und macht euch umso gewisser.
Nehmt euch in Acht vor den Hunden, nehmt euch in Acht vor den böswilligen Arbeitern, nehmt euch in
Acht vor der Zerschneidung!
Denn wir sind die Beschneidung, die wir im Geist Gottes dienen und uns Christi Jesu rühmen und uns
nicht verlassen auf Fleisch,
obwohl ich meine Zuversicht auch aufs Fleisch setzen könnte. Wenn ein anderer meint, er könne sich aufs Fleisch verlassen, so könnte ich es viel mehr,
der ich am achten Tag beschnitten bin, aus dem Volk Israel, vom Stamm Benjamin, ein Hebräer von Hebräern, nach dem Gesetz ein Pharisäer,
nach dem Eifer ein Verfolger der Gemeinde, nach der Gerechtigkeit, die das Gesetz fordert, untadelig gewesen.
Und selig seid ihr, wenn ihr Gottes Wort hört und in euren Herzen bewahrt. Halleluja.


Gerne können Sie an dieser Stelle wieder das Glaubensbekenntnis beten, wie wir es sonst in unseren Gottesdiensten in den Kirchen halten.

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters
; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen

Die Predigt
Im ersten Kapitel des Prophetenbuchs Jeremia steht das Predigtwort in den Versen 4 bis 10. Es ist der Bericht über dessen Berufung.

Und des HERRN Wort geschah zu mir:
Ich kannte dich, ehe ich dich im Mutterleibe bereitete, und sonderte dich aus, ehe du von der Mutter geboren wurdest, und bestellte dich zum Propheten für die Völker.
Ich aber sprach: Ach, Herr HERR, ich tauge nicht zu predigen; denn ich bin zu jung.
Der HERR sprach aber zu mir: Sage nicht: »Ich bin zu jung«, sondern du sollst gehen, wohin ich dich
sende, und predigen alles, was ich dir gebiete.
Fürchte dich nicht vor ihnen; denn ich bin bei dir und will dich erretten, spricht der HERR.
Und der HERR streckte seine Hand aus und rührte meinen Mund an und sprach zu mir:
Siehe, ich lege meine Worte in deinen Mund.
Siehe, ich setze dich heute über Völker und Königreiche, dass du ausreißen und einreißen, zerstören und verderben sollst und bauen und pflanzen.

Liebe Gemeinde!
Das ist ihnen vielleicht auch schon mal passiert. Mir selbst erst neulich. Ich hatte eine ganze Menge Kleinkram mühsam in eine kleine Kiste gepackt. Wollte sie ins andere Zimmer bringen. Und rumms – ist sie mir runtergefallen. Die ganze Kiste. Und all die vielen Kleinigkeiten lagen wieder verstreut auf dem Boden rum.
So ist es mit diesem Predigtwort. In diesem Predigtwort sind so viele wunderbare Gedanken und Ideen und Verheißungen und Mutmacher, dass man sie kaum alle wieder einsammeln kann. Ich denke, das ist eines von diesen Worten, das kann man jeden Tag seines Lebens lesen und kann an jedem Tag, egal wie es einem geht, Mut oder Trost oder Kraft oder Hoffnung oder auch Ansporn mit auf den Weg bekommen.

Wir haben einen Gott, der kennt uns, bevor andere auch nur eine Idee von uns haben konnten. Ehe ich dich im Mutterleib bereitete! Was das heißt: Gehen wir davon aus, dass es die Eltern sind, die ihre Kinder besser kennen als jeder andere Mensch auf dieser Welt. So ist da einer, der kennt uns noch besser. Aus seinen Gedanken heraus sind wir geworden. Er hat uns erdacht, ehe wir geboren wurden.

Und er hat uns nicht irgendwie erdacht, sondern so, wie wir sind. Und er hat uns nicht einfach nur so erdacht, sondern als Menschen, mit denen er einen Plan hat. Dem Jeremia macht er deutlich, dass es sein Plan von Anfang an war, dass er einmal ein Prophet werden wird. Dass er einmal Gottes Wort in die Welt hinein sagen soll. Und so hat er es auch bei uns gemacht. Wir sind nicht in die Welt gesetzt, nicht in die Welt geworfen ohne Ziel und Plan. Gott hat sich uns so erdacht, dass wir dieser Welt gut tun können und sollen. Er hat einen Plan für uns. Einen Ort und seine Zeit für uns, an der wir genau richtig sind und wichtig sind.

Uns geht es, wenn wir das hören, vielleicht, wie es Jeremia gegangen ist. Der will das nicht glauben und der will das nicht wahrhaben! „Wozu sollte ich gut sein? Ich bin doch viel zu jung. Wer bin ich denn schon? Was habe ich denn schon für Möglichkeiten und was habe ich denn schon für Fähigkeiten?“ Das fragt er und das fragen wir uns gewiss manchmal auch.

Und Gott sagt zu Jeremia: „Wenn DU das denkst, dann musst du MICH für ganz schön klein halten!“ Schließlich bin ich es, der weiß, das du kannst. Schließlich habe ich dir gegeben, was du brauchtest. Schließlich schenke ich dir deine Begabungen. Schließlich lebst du aus meiner Kraft und Verheißung und
aus meiner Liebe. Wenn du DICH kleinmachst und schlecht machst, dann machst du eigentlich MICH klein! Denn ich bin es, der dich gemacht hat und dich mit dem beschenkt hast, was du brauchst.

Und glaubst du ernsthaft, dass ich dir, wenn du diesen Auftrag bekommst, dass ich dir dann nicht auch die Worte in den Mund lege, die du zu sagen hast. Glaubst du ernsthaft, dass ich DICH, den ich vor allen kannte und liebe, dass ich dich alleine lasse bei den Aufgaben und mit den Aufgaben, die du hast.

Und, liebe Gemeinde, denken sie bitte nicht, dieses Angebot Gottes würde nur für Propheten stehen. Das gilt für jede und jeden von uns. Wir sind von Gott erdacht und in die Welt gestellt. Er kennt uns und er weiß um uns. Und so wie er uns kennt, hat er einen Plan für uns. Einen Ort und seine Zeit für uns. Und an diesen Ort und in diese Zeit schickt er uns das, was wir brauchen.
Dann ist ja alles ganz leicht, oder? Nein, ist es nicht. Das Leben verlangt manchmal unglaublich viel von uns. Und zu allem Überfluss sind uns die Pläne unseres Gottes so manches Mal sehr rätselhaft. Und manchmal sind uns seine Pläne sogar unbekannt und wir verstehen sie überhaupt nicht.

Bei allem, was Gott weiß und kennt, sagt er Jeremia daher auch:
Fürchte dich nicht vor ihnen, denn ich bin bei dir und ich will dich erretten.
Und wenn ihr alle Verse vergessen solltet, die in dem heutigen Predigtwort stehen. Und wenn ihr euch nur zwei oder drei Verse merken solltet, die in der Bibel stehen, dann gehört dieser Vers dazu. Jeremia, Kapitel 1, Vers 8. Aber, wenn es auch schon gut ist, sich diesen Vers zu merken. Großartig ist es, wenn es euch gelingt, euch diesen Vers immer wieder sagen zu lassen. Diese Worte immer wieder gesagt sein lassen als Worte und als Trost Gottes. Fürchte dich nicht vor ihnen, denn ich bin bei dir und ich will dich erretten.

Manchmal, da sind meine Ängste da.
Fürchte dich nicht vor ihnen, denn ich bin bei dir und ich will dich erretten.
Manchmal kommen mir in der Nacht fürchterliche Gedanken.
Fürchte dich nicht vor ihnen, denn ich bin bei dir und ich will dich erretten.
Manchmal habe ich das Gefühl, es stehen so viele Kräfte gegen mich.
Fürchte dich nicht vor ihnen, denn ich bin bei dir und ich will dich erretten.
Manchmal, da kommen mir ganz große Zweifel.
Fürchte dich nicht vor ihnen, denn ich bin bei dir und ich will dich erretten.
Manchmal spüre ich so sehr meine Ohnmacht und meine Schwächen.
Fürchte dich nicht vor ihnen, denn ich bin bei dir und ich will dich erretten.
Manchmal denke ich, meine Schwermut und meine Trauer gehen nie vorbei.
Fürchte dich nicht vor ihnen, denn ich bin bei dir und ich will dich erretten.

Wir wollen beten:
Du großer Gott.
Schicke ein wenig Ruhe in diese Welt, schicke ein wenig Ruhe in unser Durcheinander. Da passiert im Moment so vieles, was wir gar nicht mehr verstehen und begreifen können. Wir werden mit so vielen schlimmen und schrecklichen Dingen konfrontiert, dass es längst zu viel geworden ist für uns. Da ist der Corona-Virus, der uns nun schon seit vielen Wochen und Monaten das Leben schwer macht und viel Not über die Welt gebracht hat und bringt. Da sind die politischen Streitereien zwischen einzelnen Ländern. Da sind so manche Regierungen, die haben kaum den Namen verdient. Da ist jetzt die schlimme Katastrophe im Libanon. Diese Explosion, die so viele Leben gekostet und so viele Lebensperspektiven genommen hat. Da ist auch die persönliche Not, die manche unter uns getroffen hat.
Herr, schicke ein wenig Ruhe in dieses Durcheinander und Chaos. Uns selbst ist es längst über den Kopf gewachsen. Wir brauchen Deine Liebe, Deinen Geist und Deinen Frieden in dieser Welt.
Und in der Stille bringen wir all das vor Dich, was uns noch auf dem Herzen liegt. … Amen

Vater unser im Himmel, geheiligt werde Dein Name,
Dein Reich komme, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute
und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit, in Ewigkeit. AMEN

EG 295 Wohl denen, die da wandeln

Und so lassen wir uns den Segen Gottes zusagen.
Der Herr segne Dich! Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Frieden.
AMEN

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