Menu
Menü
X

Seelsorgetelefonnummer 06033 92 20 428

Die Seelsorgetelefonnummer ist der direkte Draht zu Pfarrer Neuse. Sollten Sie einen Notfall haben und brauchen den Beistand von Pfarrer Neuse, scheuen Sie sich nicht die Seelsorgenummer anzurufen. Sie erreichen ihn entweder persönlich, oder haben die Möglichkeit eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter zu hinterlassen. Er ruft Sie dann zurück.

Pfingstgottesdienste im ev. Kirchspiel Münster

Am
Montag, dem 01.06.2020 findet um 09.30 Uhr in der Kirche in Bodenrod ein Gottesdienst statt. Der Außengottesdienst am Sportplatz findet nicht statt.

Bei allen Gottesdiensten gelten die vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen. Die Besucher haben die Möglichkeit, sich die Hände am Eingang zu desinfizieren. Sie werden gebeten, Mundschutz in der Kirche zu tragen. Aufgenommen werden müssen Namen und Telefonnummer, die vertraulich behandelt und nach drei Wochen gelöscht werden.

In den Kirchen sind Sitzplätze im angemessenem Abstand markiert. Da die Sitzplätze begrenzt sind, kann man sich für einen Platz telefonisch unter 06033/9220428 anmelden. Auch ohne diese telefonische Anmeldung sind alle eingeladen, die Gottesdienste zu besuchen, solange noch ausgwiesene Sitzplätze frei sind.

Leider darf in den Gottesdiensten noch nicht gesungen werden, daher benötigen Sie keine Gesangbücher.

 

  

 

 

Gottesdienst für Pfingstsonntag den 31.05.2020

Ostern konnten wir nicht in den Kirchen feiern. Dieses Pfingstfest schon. Aber auch
heute soll der Gottesdienst auch auf unserer Homepage stehen. Auf diesem Weg
wollen wir die Freude des Pfingstfestes mit vielen teilen.

Und so feiern wir diesen Gottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des
Heiligen Geistes. Amen.

Worte aus dem Psalm 118 bilden heute das Eingangswort:

Dies ist der Tag, den der Herr macht;
lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.
O Herr, hilf!
O Herr, lass wohlgelingen!

Gelobt sei, der da kommt im Namen des HERRN!
Wir segnen euch vom Haus des HERRN.
Der HERR ist Gott, der uns erleuchtet.
Schmückt das Fest mit Maien bis an die Hörner des Altars!
Du bist mein Gott, und ich danke dir;
mein Gott, ich will dich preisen.
Danket dem HERRN; denn er ist freundlich,
und seine Güte währet ewiglich.

So wollen wir beten:
Guter Gott, du Geist des Lebens und der Liebe! Lass Dich spüren. Bewege uns.
Belebe uns. Schließ uns die Augen auf und die Herzen, die Ohren und den Mund.
Lass uns erkennen, dass Deine Kraft nicht nur in der Bibel beschrieben wird, sondern
dass sie in unserem Leben ihre Spuren hinterlässt. Hilf uns, auf Deine Kraft des
Heiligen Geistes zu vertrauen. Amen

Und als Schriftlesung hören wir heute das Wort steht im Johannesevangelium im
15ten Kapitel in den Versen 5 bis 15:
Liebt ihr mich, so werdet ihr meine Gebote halten.
Und ich will den Vater bitten und er wird euch einen andern Tröster geben, dass er
bei euch sei in Ewigkeit:
den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie sieht ihn
nicht und kennt ihn nicht. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.
Ich will euch nicht als Waisen zurücklassen; ich komme zu euch.
Es ist noch eine kleine Zeit, dann sieht die Welt mich nicht mehr. Ihr aber seht
mich, denn ich lebe, und ihr sollt auch leben.
Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und
wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen.

Wer aber mich nicht liebt, der hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hört,
ist nicht mein Wort, sondern das des Vaters, der mich gesandt hat.
Das habe ich zu euch geredet, solange ich bei euch gewesen bin.
Aber der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem
Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch
gesagt habe.

Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie
die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.

Selig seid ihr, wenn ihr dieses Wort hört und in euren Herzen bewahrt. Halleluja.

Gerne können Sie an dieser Stelle wieder das Glaubensbekenntnis beten, wie wir
es sonst in unseren Gottesdiensten in den Kirchen halten.

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der
Erde.
Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben. Amen

Die Predigt
Das Predigtwort für diesen Sonntag ist die Pfingstgeschichte, wie sie im 2. Kapitel der
Apostelgeschichte beschrieben wird:

Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle beieinander an einem Ort.
Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen
Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.
Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt und wie von Feuer, und setzten sich auf
einen jeden von ihnen,
und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in
andern Sprachen, wie der Geist ihnen zu reden eingab.
Es wohnten aber in Jerusalem Juden, die waren gottesfürchtige Männer aus allen
Völkern unter dem Himmel.
Als nun dieses Brausen geschah, kam die Menge zusammen und wurde verstört,
denn ein jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden.
Sie entsetzten sich aber, verwunderten sich und sprachen: Siehe, sind nicht diese
alle, die da reden, Galiläer?
Wie hören wir sie denn ein jeder in seiner Muttersprache?
Parther und Meder und Elamiter und die da wohnen in Mesopotamien, Judäa und
Kappadozien, Pontus und der Provinz Asia,
Phrygien und Pamphylien, Ägypten und der Gegend von Kyrene in Libyen und
Römer, die bei uns wohnen,
Juden und Proselyten, Kreter und Araber: Wir hören sie in unsern Sprachen die großen
Taten Gottes verkünden.
Sie entsetzten sich aber alle und waren ratlos und sprachen einer zu dem andern:
Was will das werden?
Andere aber hatten ihren Spott und sprachen: Sie sind voll süßen Weins.
Da trat Petrus auf mit den Elf, erhob seine Stimme und redete zu ihnen: Ihr Juden,
und alle, die ihr in Jerusalem wohnt, das sei euch kundgetan, vernehmt meine Worte!
Denn diese sind nicht betrunken, wie ihr meint, ist es doch erst die dritte Stunde
des Tages;
sondern das ist's, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist (Joel 3,1-5):
»Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgießen
von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter sollen
weissagen, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen, und eure Alten sollen Träume
haben;
und auf meine Knechte und auf meine Mägde will ich in jenen Tagen von meinem
Geist ausgießen, und sie sollen weissagen.
Und ich will Wunder tun oben am Himmel und Zeichen unten auf Erden, Blut und
Feuer und Rauchdampf;
die Sonne soll in Finsternis verwandelt werden und der Mond in Blut, ehe der
große und herrliche Tag des Herrn kommt.
Und es soll geschehen: Wer den Namen des Herrn anrufen wird, der soll gerettet
werden.«

Unsere Pfingstfeste sind in der Regel ganz anders, als dieses erste Pfingstfest,das hier
beschrieben wird. Aber in diesem Jahr ist das noch einmal deutlicher. Dass der
Heilige Geist dafür sorgt, dass die Jünger voller Freude das Haus verlassen, in dem sie
sich aus Angst vor den Menschen und aus Angst vor der Zukunft versammelt hatten,
das ist so ein schönes Bild. Wir würden es wahrscheinlich alle gerne genauso machen.
Die Häuser wieder verlassen, auf die Straßen rennen oder gehen. Die Menschen
umarmen und mit ihnen die Freude teilen. Ja, dass der Heilige Geist damals dafür
gesorgt hat, das ist ein großes Zeichen. Eines, das wir so einfach im Moment nicht
erleben können. Wir können nicht so einfach alle Angst und alle Sorge und vor allem
auch nicht so einfach alle Vorsorge hinter uns lassen. Wer in seiner Begeisterung so
weit gehen würde, ist sehr wahrscheinlich nicht vom Heiligen Geist bewegt in diesen
Zeiten.
Wir sind auch in diesem Pfingstfest noch gut beraten, wenn wir achtsam miteinander
und mit uns selbst umgehen. Und wenn wir unser Pfingstfest anders aussehen lassen
in diesem Jahr. Aber wir dürfen ja feiern. Wir dürfen ja in den Kirchen
zusammenkommen. Und das ist ja auch schon wundervoll. Aber sie merken daran
eben das, was wir an vielen anderen Punkten auch merken. Uns sehr gewohnte Dinge
haben seitdem wir in diesen Coronazeiten leben, plötzlich eine andere Bedeutung oder
eine andere Wichtigkeit. Klar haben wir uns in den Jahren zuvor keine Gedanken
darüber gemacht, dass man es nicht so einfach machen kann, wie es die Jünger damals
gemacht haben. Türen auf, aus dem Haus, hinein in die Menge, singen, rufen, jubeln.
Wir merken es ja auch daran, dass manche Lieder aus dem Gesangbuch oder manch
andere Worte der Psalmen plötzlich eine andere Bedeutung haben. Und – was soll ich
sagen, manche modernen Lieder kann man in diesen Wochen nicht singen, weil vom
Händereichen und Umarmen die Rede ist.

Aber – bei unserem Predigtwort kann auch eine andere Beschreibung für uns eine
ganz neue Bedeutung bekommen oder kann uns so manches deutlich machen. Es
kommt ein großes Brausen. So heißt es in diesem Bericht. Und mit dem großen
Brausen kommt der Geist Gottes. Der Ruach Gottes, wie es im Hebräischen heißt, der
Atem Gottes. Er kommt wie ein Wind. Und plötzlich sind alle angesteckt von diesem
Geist!

Oh, dieses Wort – das braucht es im Moment ja gar nicht. Von Ansteckung haben wir
genug gehört und dass das Ganze durch die Luft übertragen wird, dass ein Anhauchen
genügen kann. All das verbinden wir in diesen Tagen mit ganz viel Negativem.

Hier aber bekommen wir mit dem gleichen Bild, mit einem ähnlichen Sachverhalt,
etwas wunderbar Positives beschrieben und dargestellt. Der große Kabarettist Hans
Dieter Hüsch hat einmal in einer Psalmübertragung davon gesprochen, dass es auch so
etwas wie eine ansteckende Gesundheit gibt. Und er meinte damit den Glauben an den
gütigen Gott. Er meinte damit den Glauben, der auf der Liebe Gottes und auf dem
Frieden aufgebaut ist, den Gott schenken kann und schenken will.
Und genau das ist es, was wir hier in dieser Pfingstgeschichte hören. Hier werden
Menschen auch angesteckt. Und es ist eine unfassbare Kraft, die sie packt und die sie
brennen lässt vor Liebe. Und die sie jubeln lässt vor Freude und die sie beben lässt vor
Zuversicht. Es ist die Kraft des Heiligen Geistes, die Kraft, die Jesus seinen Freunden
versprochen hatte. Sie fährt und rauscht hinein in das Leben der Jünger. Unversehens,
unerwartet aber erhofft. Und diese Kraft macht den Freunden Jesu das Leben weit.
Und sie nutzen das, um gleich nichts anderes zu machen, als davon zu erzählen. Und
sie spüren, wo sie den anderen davon erzählen: Ja, diese Freude ist ansteckend. Sie
breitet sich aus. Auf vielen Gesichtern wird aus dem ratlosen Staunen ein staunendes
Lächeln. Und aus dem staunenden Lächeln wird ein ansteckendes Lachen. Ja, davon
redet man. Das machen im Übrigen sogar manche Tierarten, wie man festgestellt hat.
Man steckt sich gegenseitig mit der Freude an.

Gott geht weiter mit uns. Er hat einen Weg gefunden, uns zu begleiten und uns nahe
zu sein! Deswegen ist Pfingsten geworden und wird es Pfingsten bleiben. Gott geht
weiter mit uns mit der Kraft des Heiligen Geistes! Wie froh dürfen wir darüber sein.
Wir können es machen, wie sie es damals gemacht haben. Wir können darüber
staunen und davon reden. Ja, ich spüre das immer wieder, können wir sagen. Gott geht
weiter mit uns. Ich kann seinen Trost spüren und keine seine Kraft in meinem Alltag
spüren. Wenn ich mich an Aufgaben mache, wenn ich in schwierigen Situationen
stecke. Er geht mit uns. In mancher durchwachten Nacht bringt er dann doch plötzlich
eine kleine Ruhe. In manchen schwierigen Situationen bringt er dann doch manchmal
ganz überraschende Lösungen. Gott geht weiter mit uns. Das heißt Pfingsten. Und
wenn wir aus diesem Vertrauen leben, dann kann das eine ansteckende Gesundheit
sein.

Wir wollen beten:
Guter Gott, Geist der Wahrheit und Geist der Liebe. Du kommst hinein in unser
Leben. Immer wieder findest Du Wege, dass wir getröstet sind. Immer wieder findest
Du Wege, dass wir ermutigt sind. Immer wieder findest Du Wege, dass Ruhe in unser
Leben kommt und Sicherheit. Immer wieder findest Du Weg, uns Menschen begegnen
zu lassen, die es gut mit uns meinen. Dafür danken wir Dir.
Komm, du Geist der Wahrheit, kommt du Geist der Liebe, hinein in diese Welt und
bleibe. Bewege die Menschen zum Guten. Bewege sie zum Frieden. Schließe den
Menschen das Herz aus, dass sie teilen, was gut ist. Dass sie Brot teilen und Liebe,
Trost und Hoffnung, Glaube und Zeit.
Schenke uns diese Zuversicht und der Welt und uns Deinen Frieden.
In der Stille bringen wir vor Dich, was uns im Besonderen nach auf dem Herzen liegt.
… Amen

Vater unser im Himmel, geheiligt werde Dein Name,
Dein Reich komme, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute
und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit, in Ewigkeit. AMEN

Und so lassen wir uns den Segen Gottes zusagen.
Der Herr segne Dich! Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir
gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Frieden.
AMEN

top